Clemens von Brentano

deutscher Diplomat; als Angehöriger des Zentrums Mitglied des Reichstags; 1951 erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Italien; Sohn des hessischen Justizministers Otto von Brentano

* 20. Juli 1886 Friedberg/Hessen

† 20. Juni 1965 Meran (Italien)

Wirken

Clemens von Brentano wurde am 20. Juli 1886 in Friedberg (Hessen) als Sohn des damaligen Rechtsanwalts, späteren hessischen Justizministers und Mitgliedes der Nationalversammlung in Weimar, Otto von Brentano, geboren. Sein jüngerer Bruder war der verstorbene frühere Bundesaußenminister Heinrich v.B.

v.B. absolvierte das Gymnasium und studierte nach der Jahrhundertwende Rechts- und Staatswissenschaften. Nach Ablegung der juristischen Staatsprüfungen und der Promotion zum Dr. jur. entschied er sich für die Laufbahn im diplomatischen Dienst des Reiches und erfuhr in den ersten Jahren nach dem Kriege von 1914/18 seine Ausbildung im diplomatisch-konsularischen Dienst. Er legte die abschließende Staatsprüfung ab und trat im Anschluß daran als Attaché in das Auswärtige Amt ein. Sein erster Auslandsposten führte ihn in den Jahren 1921 bis 1923 als Legationsrat an die deutsche Gesandtschaft in Athen. Von dort kam er im Anschluß daran für ein Jahr in das Auswärtige Amt in Berlin zurück und war dann weiterhin in den Jahren 1925/26 als Botschaftsrat der deutschen Botschaft beim Vatikan zugeteilt. 1929 schied v.B. aus dem Auswärtigen Dienst ...